Mein Schutzengel hatte viel zu tun, aber hat seinen Job zu hundert Prozent erledigt und so bin ich bis heute unfallfrei! Der Audi war ein echtes Spießerauto - sozusagen eine Vernunftbeziehung und beileibe keine große Liebe.
Um die Vernunft war es ca. zwei Jahre später geschehen, als ich bei einem Autohändler einen Opel Manta (A) SR stehen sah: Silber mit schwarzmatter Motorhaube und Rally-Streifen, gebraucht und mit knapp 40.000 km kostete er um die 3000 DM. Meine kompletten Ersparnisse gingen drauf und noch einige Blaue, die mein Vater beisteuerte. Ohne Probefahrt, blind dem gefälligen Äußeren und dem Verkäufer vertrauend legte ich das Geld auf den Tisch und freute mich auf eine tolle Zeit mit meinem Rochen.
Gleich bei der ersten Ausfahrt Richtung Schwarzwald, zu der ich meine neue Flamme und ihre Freundin eingeladen hatte, streikte der Manta und ich musste die Hilfe der „Gelben Engel „ vom ADAC in Anspruch nehmen. Der „Gelbe Engel“ erklärte mir sogleich, dass mir dieses Auto keinen Spaß machen würde, da Opel in dieser Baureihe keine Boscherzeugnisse, sondern irgendwelche französischen Billigprodukte verbaut hätte. Der gute Mann sollte recht behalten (der Jahresbeitrag für die ADAC-Mitgliedschaft war gut angelegt) und erst nachdem der „Gelbe Engel“ mich einige Male gerettet hat und alles was irgendwie elektrisch war, durch Boschprodukte ersetzt worden ist, lief mein Rally-Rochen wie ein Uhrwerk. Die Liebesbeziehung konnte beginnen und meiner Zuneigung verlieh ich durch allerhand "sinnvolles" Zubehör den richtigen Ausdruck: Recaro Schalensitze mit Netzkopfstützen, 185er Breitreifen, Sportlenkrad etc.
Mein Manta erwiderte die Liebe nachhaltig und ließ mich auf diversen Urlaubsfahrten durch Frankreich und Spanien nie wirklich im Stich. Erst als es die Familienplanung unumgänglich machte würde der Rochen abgelöst von einem familientauglichen Auto.
P.S. Der Manta auf dem Bild ist nicht meiner, von dem leider keine Bilder mehr existieren
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Manta sehen und den Verstand verlieren 30.01.2012
Über: Opel Manta
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Vom: 30.01.2012
Endlich war es soweit, ich durfte ein Auto mein eigen nennen: ein Audi 60 L mit vier Türen, in rot mit Schiebedach, Nebelscheinwerfer und hellbraunem Interieur. Ein Erbstück in zweiter Generation, das mein Vater von seinem Schwiegervater, also meinem Großvater günstig erstanden hat. Einige Jahre später zu meinem 18. Geburtstag ging der Auto dann auf mich über. Mit diesem Vehikel fuhr ich nun aus der Welt der Kinder und Jugendlichen hinaus in die Welt der Erwachsenen - zumeist mit quietschenden Reifen und viel zu schnell.

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Diskussionen
so hatte wohl jeder von uns im Laufe seines Schrauberlebens schon ein Auto, dem er nun bitterlich nachweint........
Danke für die 5 Sterne! Ich denke wir sollten auch den gelben Engeln mal 5 Sterne ausgeben nur wie?
Ja, auch mich hat die ADAC-Mitgliedschaft schon in so mancher Sittuation gerettet - inklusive zweier kostenloser Übernachtungen in einem Hotel, weil ich auf die Reparatur meines Wagens (überigens damals auch ein Opel) warten musste, als ich auf dem Weg in den Urlaub war.