Home Fahrer & Fahrzeuge Fahrer spitzerer Bilder Blechgeschichten IHRER ZEIT VORAUS - WEGBEREITER DER MOTORRADTECHNIK

Blechgeschichten von spitzerer

Fahrer spitzerer
Kontakte: 0 Fahrzeuge: 7 Anzahl Besucher: 1103 Mitglied seit: 14.01.2010 Nachricht schreiben
Bilder: 0 Blechgeschichten: 3 Letzte Besuchercavallino, goldy, Andy108, axor
Spitzerer-g_6409_thumb

 

IHRER ZEIT VORAUS - WEGBEREITER DER MOTORRADTECHNIK 13.09.2011

Unter diesem Titel läuft die Sonderausstellung im Museum für Sächsische Fahrzeuge in Chemnitz (http://www.fahrzeugmuseum-chemnitz.de/)
ab 16. Juli 2011 bis Jahresende 2011.
Selbst ein Motorrad-Spezialist muß sich warm anziehen - die exotischen Stücke dieser Ausstellung, Meilensteine der Motorrad-Technik, dürften völlig unbekannt sein - wer hat schon von Butler & Jordan, Schmid, Stenda oder Ascot-Pullin gehört ?

Schmid 1923
Dieses vollverkleidete Motorrad entstand 1923 in der Schweiz und besitzt einen Einzylinder-Viertaktmotor mit ca. 3PS.
Unter der Verkleidung ist mit einer verschraubten Platte die Antriebsmechanik befestigt, große Klappen in der Karosserie gewähren den Zugang zur Technik.

Sehr wahrscheinlich ist dieses Einzelexemplar ein Karosseriebau-Meisterstück.
Der Erbauer, Carl Schmid aus Genf, erhielt vom Schweizer Patentamt das Patent 101918, Dieses Patent beschreibt einen "Als Verschalung ausgebildeten Blechrahmen for Motor-Zweiräder".

Ein ganz früher Vorläufer der heute üblichen Motorrad-Verkleidungen.

Die Briten Butler und Jordan bauten sich 1913 ein Motorrad für die Teilnahme an "Speed Trial", z.B. auf der Brookland-Bahn.
Ein ganz dicker Motor, ein ganz leichtes Fahrgestell und nur das Allernötigste zum Fahren - das war das Konzept der beiden Engländer for ein schnelles Bike.
Als Motor fand der legendäre "90 Bore" JAP-Einbaumotor Verwendung, mit 1000 ccm war der obengesteuerte Motor einer der leistungsfähigsten jener Zeit.

Nach der "Rennkarriere" bekam das Bike ca. 1922 ein Dreigang-Getriebe und dürfte immer noch höllisch schnell auf englischen Straßen gewesen sein.

Wanderer 4PS 1915

Mit Ausnahme-Genehmigung durten auch nach Ausbruch des 1.Weltkrieges noch einige Wanderer-Motorräder nach Skandinavien exportiert werden.

Darunter war auch diese private "Luxus-Wanderer", Zweizylinder-V-Motor 504 ccm, 4PS, Hinterrad-Federung, Zweigang-Nabe, Kupplung und GAS-Lichtanlage.

Füllstationen for diese GAS-Lichtanlagen mit Drickbehälter gab es damals nur in Skandinavien.

Dieses Wandere-Modell (ohne Lichtanlage) wurde in großen Stückzahlen an das Heer geliefert.

Stenda 1925

Stenda-Motorräder wurden in Gemünden im Hunsrück gebaut. Als Antrieb fand ein Küchen-Einbaumotor mit 350 ccm und 11 PS Verwendung.

Durch die weitgehende Verwendung von Leichtmetall (Elektron, Dural) versuchte man den Leichtbau aus der Fliegerei auf das Motorrad zu übertragen.

Der gesamte Steuerkopf, die Trittbretter und die Motor-Halterung sind aus Elektron, die Rahmenrohre verschraubt.

Exotisch der Schalthebel in "Mittellage". Die Gabel ist aus Stahl-Hohlteilen geformt. Möglicherweise fehlen einige Verkleidungsbleche. Dieses Fahrzeug ist das einzig überlebende Exemplar, daher sind keine Vergleiche möglich

Ascot-Pullin 1928

Der berühmte englische Rennfahrer Cyril Pullin, auch Ingenieur und Erfinder, bringt seine gesamte Erfahrung und sein Fachwissen ein, um ein Motorrad zu schaffen, das sich von allen Anderen deutlich abheben sollte.
Die Ausstattung sollte das Fahren so sicher und komfortabel wie nur möglich machen.

Ein Blechpressrahmen trägt einen Blockmotor (500ccm, 18PS) mit liegendem Zylinder, Pullin erreicht damit einen tiefen Schwerpunkt, gute Kühlung und weniger Vibrationen. Dazu kommt eine Kettenkapselung und eine umfangreiche Instrumentierung, Luftdruckfanfare und Teilverkleidung.
Krönung war jedoch die Öldruck-betätigte Integral-Bremsanlage - damit war Pullin seiner Zeit allzuweit voraus.

All diese Neuheiten in Verbindung mit dem extravangenten Design schreckten viele Kunden ab und so kam 1931 nach nur 500 Maschinen das "AUS" für die Motorradfertigung in Letchworth, Grafschaft Herfordshire/GB.

O.E.C Special

Die Firma O.E.C. (Osborn Engineering Company) baute ab 1901 in Gosport in der Grafschaft Hampshire/GB Motorräder.
Die außergewöhnlich stabilen Fahrverke wurden mit Einbau-Motoren von JAP, Blackburne, British Anzani usw. bestückt.
Claude Temple und Joe Wright erreichten estaunliche Geschwindigkeiten auf O.E.C.

in dieser "Spezial" ist der 750ccm-Vierzylinder-Motor des Austin Seven quer eingebaut. Das ist ein genz früher Vorläufer von Mammut&Co (Verwendung von Automotoren) und auch ein Pionier des quer eingebauten Motors.

Die eigenartige Vorderrad-Aufhängung nannte sich "Duplex-Lenkung", mit dieser Lenkung war auch eine Hinterrad-Federung erhältlich.

DKW SB500 Luxus 1937

Dieses Einzelstück ist eine genaue Kopie der SB 500, welche die Auto Union speziell für den König von Irak gefertigt hat.

Zu der "Luxus-Ausstattung" mit Fußschaltung, Dynastart-Anlage, Zeituhr, Druckluft-Fanfare, Doppelscheinwerfer und zusatzlampen kam die Spezial-Ausstattung mit Sonderlack, Chrom und Vergoldungen, Rücklicht mit Krone usw. dazu.

Die Maschine leistet 18 PS mit 500 ccm Hubraum

Diskussionen


Bisher keine Diskussionen.
  • 5.0 BEWERTUNG ABGEBEN

  • AUF DEM MERKZETTEL PARKEN

  • DIESE SEITE WEITEREMPFEHLEN

  • NACHRICHT AN DEN FAHRER


Seite empfehlen:

  • Misterwong
  • Oneview
  • Favoriten
  • Delicious
  • Digg
  • Stumbleit